16.07.2020
Antrag auf Lärmschutz-Förderprogramm

Lärmschutz an der A 995 - es geht nicht voran

Ein Lärmschutz durch Tempo 80 auf der Autobahn wurde vergangene Woche im Petitionsausschutz des bayrischen Landtags abgelehnt.

Eine Diskussion mit Experten im Bauausschuss des Unterhachinger Gemeinderats ergab, dass eine Lärmschutzwand sich so schnell nicht verwirklichen lässt. Die vorgeschriebenen Prüfverfahren, die Planung, die Ausschreibungen und Vergaben – eine Gemeinde ist da an Vorgaben gebunden - lassen einen Baubeginn erst in einigen Jahren erwarten. Abgesehen davon ist die Finanzierung nur möglich, wenn die wirtschaftliche Lage gut bleibt, was angesichts Corona unsicher ist.

Damit die Bürger schneller zu Schutz vor dem Autobahnlärm bekommen, haben die Freien Wähler Unterhaching im Gemeinderat am 15.7. vorgeschlagen:

Ähnlich dem Energiesparförderprogramm soll ein Lärmschutz-Förderprogramm entworfen werden. Damit sollen passive Lärmschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster, Belüftungsanlagen u. ä. gefördert werden.

Diese Schutzmaßnahmen am Haus sind nicht nur billiger, sondern vor allem schneller zu verwirklichen als eine Lärmschutzwand. Außerdem profitieren davon nicht nur die Bürger unmittelbar an der A995, sondern auch die Bewohner der Isartalstraße und an anderen Straßen, die von der Lärmschutzwand keine Verbesserungen erwarten können.

Julia Mittermeier, Dr. Alfons Hofstetter, Dr. Christine Helming, Gertraud Schubert